Die Spreewälder Thermalsole

Im Laufe der Erdentstehung wurde ein Teil des Meerwassers in flachen Becken von den restlichen Ozeanen abgetrennt. Es verdunstete und hinterließ hochkonzentrierte Mineralstoffe. Durch gewaltigen tektonischen Druck wurden diese Mineralien, unter Erdschichten geschützt, eingeschlossen.
Dort, wo heute natürliche Wässer auf Meerwasserablagerungen stoßen und sich unterstützt durch Erdwärme in ihnen lösen, entsteht Natursole. Je tiefer die Bohrung desto höher die Entnahmetemperatur. Weltweit gibt es Vorkommen unterschiedlicher Konzentration und Zusammensetzung. Ab 1,4 Prozent Salzgehalt (14 g pro l) im Wasser spricht man im Heilbäderwesen von Sole.
Nach spannenden Monaten der Bohrtätigkeit in die geheimnisvolle Tiefe von 1.350 Meter sprudelte am Sonntag, den 7. März 1999 das erste Mal die wertvolle Sole. Die Konzentration der Spreewälder Sole beträgt 23,9 Prozent. Sie ist damit äußerst reichhaltig mineralisiert. Eine Quelltemperatur von 31°C verleiht der Spreewälder Sole außerdem das Prädikat „Thermalsole“.
Zusammensetzung der Spreewälder Thermalsole
Die Spreewälder Thermalsole ist gekennzeichnet durch seine hochwertige Zusammensetzung. Ab 14 g/l Salzgehalt im Wasser spricht man im Heilbäderwesen von Sole. 239 g/l Salze und Mineralien enthält das Sole-Thermalwasser in Burg (Spreewald). Da unter anderem auch 1 mg/l Jodid im Solewasser enthalten ist, kann das Heilwasser die Bezeichnung „jodhaltige Thermalsole“ führen. Sie entspricht den Anforderungen der „Begriffsbestimmungen – Qualitätsstandards für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen“ des Deutschen Bäderverbandes und des Deutschen Tourismusverbandes für „Thermal-Sole“.
Gesundheitliche Wirkungen
Der Auftrieb des Wassers entlastet den Körper und die Gelenke. Dieser Effekt wird durch den Salzgehalt der Sole noch verstärkt. Die entspannende Wirkung wird durch die erhöhten Wassertemperaturen in den verschiedenen Becken unterstützt. Die Menschen lieben die Wärme, weil sie ihnen gut tut. Gezielt angewendet kann sie rheumatische und innere Krankheiten wirksam lindern. Wärme ist auch therapeutisch von großem Nutzen, denn sie fördert die Stoffwechselprozesse im Körper. Baden im warmen Wasser stimmt die Menschen fröhlich!
Die Thermalsole von Burg im Spreewald erfüllt folgende Kriterien zur Charakterisierung als natürliches Heilwasser, gemäß Ziffer 2.1.1.4 der „Begriffsbestimmungen – für die Prädikatisierung von Kurorten, Erholungsorten und Heilbrunnen“:
• Therme oder Thermalquelle mit mehr als 20°C (in einer Tiefe von 1.350 m wird die Thermalsole mit 31°C gefasst)
• Sole ist im balneologischen Sinn Wasser, das in einem Liter mindestens 14 g Natriumchlorid (Kochsalz) enthält. Die Spreewälder Thermalsole hat einen Gesamtmineralgehalt von 239 g/l, welcher zu über 90% aus Natriumchlorid besteht.
Aufgrund des hohen Gehaltes an gelösten Mineralstoffen in der Spreewälder Thermalsole ist dieses Heilwasser in seiner ursprünglichen Form balneotherapeutisch für Bäder-, Trink- oder Inhalationskuren nicht nutzbar. Entsprechend der konkreten Anwendungsform muss eine Verdünnung mit Trinkwasser erfolgen.
Im medizinisch-balneologischen Gutachten des Forschungsinstitutes für Balneologie und Kurortwissenschaften Bad Elster werden die balneotherapeutischen Nutzungsmöglichkeiten der Spreewälder Thermalsole aufgezeigt:
>> Gesundheitliche Wirkung der Spreewälder Thermalsole


